Tourenarten

 

Klettern

Die UIAA fordert eine eindeutig unterschiedliche Schwierigkeitsbewertung von freier und künstlicher Kletterei. Eine Kletterei an aufeinanderfolgenden Haken beispielsweise ist in der Regel leichter und ungefährlicher als die Bewältigung einer Ketterstelle in freier Kletterei. In allen Anstiegsbeschreibungen solcher Führen die künstliche Hilfsmittel nicht nur zur Sicherung, sondern auch zur Fortbewegung verlangen, wird deshalb klar unterschieden zwischen freier und künstlicher Kletterei. Die Bewertung der Schwierigkeit reiner Freikletterei ist durch römische Ziffern I bis VII bezeichnet, ab Schwierigkeitsgrad III mit Zwischenstufen (+) und (-).

Freie Kletterei

I..... Geringe Schwierigkeiten. Einfachste Form der Felskletterei (kein leichtes Gehgelände!). Die Hände sind zur Unterstützung des Gleichgewichts erforderlich. Anfänger müssen am Seil gesichert werden, Schwindelfreiheit bereits erforderlich.

II..... Mäßige Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei, die Drei-Punkte-Haltung erforderlich macht.

III..... Mittlere Schwierigkeiten. Zwischensicherungen an exponierten Stellen empfehlenswert.Senkrechte Stellen oder gutgriffige Überhänge verlangen bereits Kraftaufwand. Geübte und erfahrene Kletterer können Passagen dieser Schwierigkeit noch ohne Seilsicherung erklettern

IV..... Große Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei schärferer Richtung. Erhebliche Klettererfahrung notwendig. Längere Kletterstellen bedürfen meist mehrerer Zwischensicherungen. Auch geübte und erfahrene Kletterer bewältigen Passagen dieser Schwierigkeit gewöhnlich nicht mehr ohne Seilsicherung.

V..... Sehr große Schwierigkeiten. Zunehmende Anzahl der Zwischensicherungen ist die Regel erhöhte Anforderungen an körperliche Voraussetzungen, Klettertechnik und Erfahrung. Lange hochalpine Routen im Schwierigkeitsgrad V zählen bereits zu den ganz großen Unternehmungen in den Alpen und außeralpinen Regionen.

VI..... Überaus große Schwierigkeiten. Die Kletterei erfordert weit überdurchschnittliches Können und hervorragenden Trainingsstand. Große Ausgesetztheit. Oft verbunden mit kleinen Standplätzen. Passagen dieser Schwierigkeit können in der Regel nur bei guten Bedingungen bezwungen werden. (Früher häufig kombiniert mit künstlicher Kletterei: AO bis A4.)

VII..... Außergewöhnliche Schwierigkeiten. Ein durch gesteigertes Training und verbesserte Ausrüstung erreichter Schwierigkeitsgrad. Auch die besten Kletterer benötigen ein an die Gesteinsart angepasstes Training um Passagen dieser Schwierigkeit nahe der Sturzgrenze zu meistern. Neben akrobatischem Klettervermögen ist das Beherrschen ausgefeilter Sicherungstechnik unerlässlich.

VIII-X..... Eine verbale Definition erscheint hier sowohl problematisch als auch nicht notwendig.Es handelt sich dabei um eine weitere Steigerung der zu bewältigenden Schwierigkeiten, die an das Kletterkönnen und an den notwendigen Krafteinsatz immer höhere Anforderungen stellen.


Vergleich Schwierigkeitsskala

UIAA....Alpinklettern

Französische Skala.....Sportklettern


Eisklettern

Man kann sich schon denken, dass hier eine Bewertung extrem schwer ist, denn eine Route ist extrem von der Jahreszeit und der Witterung abhängig. Im Grunde bildet sich eine Route ja jedes Jahr neu. Und während eine Route in einen Jahr komplett mit Eis bedenkt ist, kann sie im nächsten Jahr eine Mixed oder Dry-Tooling Route sein. Daher sagt man, dass die Schwierigkeitsgrade hier um bis zu eineinhalb Grade abweichen kann.

Beim Eisklettern wird eine WI-Skala mit sieben Stufen verwendet. Sie reicht bisher von WI1 bis WI7. WI steht hier für Water Ice.

Die Schwierigkeit richtet sich nach dem Neigungswinkel der Wand und den Sicherungsmöglichkeiten.


Klettersteige

Auch für Klettersteige gibt es inzwischen passende Skalen. Diese können regional nochmals unterschiedlich sein, dennoch haben sich zwei Bewertungssysteme durchgesetzt: Die Hüseler- und die Schall-Skala. Sie unterscheiden sich primär dadurch, dass bei Hüseler eine verbale Einstufung und bei Schall eine Einstufung über Buchstaben erfolgt. So entspricht der einfachste Schwierigkeitsgrad dem Buchstaben A bzw. der Aussage „wenig schwierig“, während der höchste Schwierigkeitsgrad mit E oder „extrem schwierig“ angegeben wird.

Die Entwicklung hin zu immer anspruchsvolleren Klettersteigen hat dazu geführt, dass mit F eine neuer Schwierigkeitsgrad hinzu kam.